Unsere schwimmende Kleinstadt durchfuhr eine Reihe von Engstellen, die Wälder zu Greifen nahe, manches, wie alle Berge, blieben im Nebel verborgen.
Wieder in der Tasmanischen See ließen wir die Wolken an Land. Mittags, pünktlich zum Doubtful Sound wagten sie jedoch wieder einen Angriff. Ging unentschieden aus.
Dann ab 16 Uhr der Milford Sound. 15 km lang, Weltnaturerbe, gern schon mal als das 8. Weltwunder bezeichnet. Wegen des steil abfallenden Mitre Peak gilt der 1700 m-Felsen als die höchste Klippe der Welt.
Schon lugten die Gletscher aus den Wolken, die sich dann immer mehr auflösten. Mit Rückenwind in Reisegeschwindigkeit war es auf den Decks praktisch windstill.
Die Gletscherflüge von Milfords Miniflughafen gingen im 3 Minuten-Takt los, Kajaks und Ausflugsboote duschten unter Wasserfällen.
Neuseeland, das sind Landschaften, mit Hügeln, Bergen, unendlich vielen Vulkanen, kleinen und großen Seen, Meere. An alledem kann man sich nicht sattsehen. Die Bilder streicheln die Seele. Viele Kühe, viele Schafe, viele Vögel und die Possums, aber, die sind hier Staatsfeind Nr. 1, die muss man jagen, sie sind "die Pest", sowieso, und weil sie Kiwis fressen.
Im Kopf bleibt Christchurch. Wenn man dort hört, was das "Nachbeben" im Februar 2011 für Folgen hatte (die Toten, die vielen Verletzten, wessen Haus bewohnbar blieb, der hatte über Monate keinen Strom, keine Wasser -und Abwasserversorgung, Lebensmittelrationierung, Arbeitsplätze weggesprengt). Aber auch die Trotzreaktionen, Dixiklos wurden geschmückt, auf den leeren Grundstücken abgerissener Häuser Miniparks, Grillplätze, Treffpunkte, Spielplätze angelegt.
Ich las, für die Bewohner der Gegend, die noch bei tausenden Nachbeben gezittert haben, sei nichts mehr wie vorher, weil Nachbarschaften zerstört sind, viele weg gemacht haben, die ganze Innenstadt für Jahre gesperrt war. Immer ist noch nicht alles abgerissen, aufgeräumt, geschweige denn wieder aufgebaut.
Jetzt heißt es, Australien, wir kommen. Aber langsam, Reisegeschwindigkeit 15 Knoten.



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