Dienstag, 28. Januar 2014

Kulturschock

Die Billigflugtochter der Quantas akzeptiert in Hobart ohne Stirnrunzeln die 8 kg Übergepäck und bringt uns in 90 Minuten nach Sydney. Dort wartet schon der dritte Camper auf VW-Transporter-Basis auf uns. Markentingtechnisch glänzt Maui nicht. Das erste Wohnmobil war mistneu und ging mit uns auf Jungfernfahrt, das zweite hatte gut 30.000 km drauf, das heutige fast 44.000, und das merkt man dann den Kisten schon an. Umgekehrte Reihenfolge hätte uns mehr gefreut. 

Motormäßig sind die Karren super, die Dieselmaschine zieht ordentlich durch, das Automatik-Sechsgang-Getriebe schaltet optimal.

Dann gehts los - anders als das Foto von unserer ersten Station am Pazifik vermuten lässt.


Hatte man in Tasmanien die Straße für sich, fädelt man sich in tausende anderer Fahrzeuge ein. Das Navi stockt in Sydneys Highway-Tunneln, Brücken kommen dem Aufbau gefährlich nahe, aus zwei Spuren werden vier, rechts und links überholende Trucks, die einen fast mitsaugen.

Die Badeorte voller Menschen - und Autos. Gibts einen Supermarkt kann man das 7,20 m-Schiff nicht parken, gibts Parkplätze, sucht man vergeblich Lebensmittel. Aldi, den es hier an vielen Ecken gibt, verkauft an uns keine Schnitte. 

Schließlich finden wir einen Spar-Markt und einen fußläufig erreichbaren Parkplatz und können Oliven, Humus, Honig, Käse, Lachs und Obst bunkern - und richtiges, crusty Brot.

Mindestens drei Tage jetzt nicht mehr über hochgeklappte Bürgersteige in tasmanischen Badeorten lästern. 

Schließlich schaffen wir es zum Caravan Park Blue Lagon, direkt am Pazifik, Jutta richtet uns in der fahrbaren Wohnung für die nächsten knapp drei Wochen ein. Sie plädiert für langsames Angehen dieser dritten Etappe, SIE müsse schließlich im März wieder arbeiten.



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