Mittwoch, 22. Januar 2014

Stanley, Tasmanien, Nordküste

Schon aus 35 km Entfernung sieht man, wenn die Regenschleier sich lüften, an der flachen Nordküste einen Felsen aufragen. Erinnert an Ayers Rock, wird aber The Nut Rock genannt. Ist auch nur 152 m hoch, aber eben sehr markant. Zu seinen Füßen schmiegt sich Stanley an den Felsen.

Als wir den Ort erreichen reißt schon der Sturm die Wolken auf. Es ist ja Sommer und high season. Der Campingplatz liegt zentral, auf in die City. 

18 Uhr, die Bürgersteige sind hochgeklappt. Geschäfte geschlossen. Gut, es ist nach halb fünf. Aber sie öffnen  nur Mittwochs bis Samstags. Schade, dass wir Dienstag haben, denn auch das Fischrestaurant ist für uns nur an diesen Tagen zwischen 18:00 und 21:30 h geöffnet. Ein anderer Laden zeigt das Schild, Open 10 am - 4:30 pm, most days. Aha. Nur der Apotheker versichert, er wäre 24 Stunden ansprechbar - und zwar jeden Tag. 

WiFi ist free, dafür aber so überlastet, dass Datentransit nicht funktioniert. Mal schauen, wann dieser Post auf die Reise gehen kann.


Am nächsten Morgen hat der Wind seine Arbeit vollendet, es ist wolkenlos, so dass auch er sich zur Ruhe begeben hat. Nichts wie rauf auf den Felsen. Nur 150 m, aber auf einer Strecke von nur 430 m. Keuch. Von oben herrlicher Rundblick, gäbe es die Erdkrümmung nicht, bis Sossenheim.

Wie gesagt, high season, schönstes Wetter, was tut sich am Strand?


Dieser ist zwar unendlich, aber leer. Der eine oder andere ist mit dem Bötchen raus, auf dem Nut Rock tummeln sich auch 20 Leute. Ein schöner Rundweg, wie alle Walking Trails in den Nationalparks toll angelegt. Zurück geht es knieschonend mit dem Sessellift.


Mittlerweile ist der Ort ein bisschen aus dem Schlaf erwacht und zeigt uns seine schönen Cottages, höllenalt für Australien, 1830 bis 1850 erbaut, u.a. das Geburtshaus des einzigen Premiers, der aus Tasmanien stammt.


Wir kriegen (fast) richtiges Brot! Und Jutta noch eine Kette. Am Hafen gibt gerade gefangenen Fisch, Stanley gefällt mittlerweile, uns verlässt die Lust am Weiterreisen, wir checken erneut im Holiday Park ein, einem der schönsten auf unserer Reise und springen am immer noch praktisch menschenleeren Strand ins glasklare Meer.


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