Samstag, 4. Januar 2014
Wochenende für den Kiwi...
Freitag, 3. Januar 2014
Auf'm Schiff
Neusseland adé, so hattte ich es im Kopf, als wir uns auf unseren Dampfer begeben haben. Erst dort wurde mir wieder klar, wir umrunden die Inseln ja noch. Zwei Stationen, die wir von Land aus angelaufen hatten, besuchen wir jetzt noch einmal von der Seeseite, bevor es ins Neuland, nach Wellington und auf die Südinsel geht.
Unser Schiff gehört zu einer amerikanischen Reederei, fährt unter maltesicher Flagge, wurde in Papenburg gebaut, hat einen griechischen Kapitän und 1. Offizier (besser, man gibt sich nicht als Deutscher zu erkennen), einen portugiesischen Hotelchef, einen englischen Restaurantmanager und elinen australischen Chefkoch. Das viele Kreuzfahrtschiffe dominierende phillipinische und indonesische Service-Personal wird hier schwer von Rumänen verdrängt (können also nicht alles Armutsflüchtlinge sein, die nach Bayern drängen). Eine interessante Entwicklung, die Asiaten werden wohl zu teuer.
Für die über 2000 Gäste gibts halt alles, vor allem gutes und reichliches Essen, viele Bars, Show-Theater, Kino, Schmuck-, Klamotten- und Art-Shops, darunter einen Apple-Laden (da freute sich mein iPad kurz, bis es merkte, für lau surfen gibts hier auch für Verwandte nicht), Bibliothek, Videothek, Vinothek, Discothek, Außen- und Innenpool, Akupunktur und Frisur, Botox und Massagen, Pilates und Squaredance, Sportstudio, Joggingparkur, Saunen, Entspannungsräume mit Wärmeliegen und auch ein Naturrasendeck, so dass man im Gras auf See picknicken kann und sogar Rettungsboote und -inseln (die erste Übung haben wir schon bestanden - bisschen beunruhigt mich nur die junge blonde Frau, die auf der Brücke immer um den griechischen Kapitän herumwirbelt).
Ich bin ein bisschen fußlahm, hoffe aber, das renkt sich wieder ein. Auf dem Liegestuhl, die nicht zu ferne Küste im Blick, durchpflügen wir das Meer. Eine laue Nacht.
Mittwoch, 1. Januar 2014
1.000.000 Aucklander...
würden am liebsten in Einfamilienhäusern wohnen. Die meisten tun es auch. Deshalb hat die Stadt riesige Ausmaße, was sich vom Skytower eindrucksvoll beobachten lässt. Das Foto lässt es allenfalls erahnen, die Stadt reicht weiter als der Horizont.
Überraschenderweise sind in den beeindruckendsten hohen Bauten zu finden: PWC, KPMG, Vodafone, Microsoft, HP, SAP und ASB (dachte zuerst an den Arbeiter Samariter Bund, war wohl eine Fehleinschätzung).
Wenn wir schon auf dem Turm herumgeturnt sind (hier kann man außen, durch eine Laufkatze gesichert, eine Runde auf einem schmalen Steg gehen, wem das nicht reicht, der kann auch die 200 m runter springen, an so einem Gummiseil gesichert). Die 100 Euro für den Sky-Spaziergang haben wir uns aber gespart), wurde noch ein Sundowner genommen.
2014 wird ein gutes Jahr
(Ohne freundliche Genehmigung der taz vom 28.12. entnommen, weil es uns positiv auf's neue Jahr einstellt)
Wussten Sie, dass das Höhlentier des Jahres 2014 die Höhlenwasserassel ist? Das bis zu 8 mm lange Tierchen ist blind und unpigmentiert, lebt so friedmlich wie unauffällig im Grundwasser weit unter unseren Füßen glücklich und still vor sich hin und erteilt uns damit eine Lektion in Sachen Dezenz und gutes Benehmen. Wie könnte ein Jahr, das der Höhlenwasserassel gewidmet ist, anders werden als ein trostreiches und hoffnungsfrohes? Also: Prosit 2014!
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