Freitag, 7. Februar 2014

Blut für den Wald

Was hatte ich die letzten 20 Jahre (da gabs den ersten Tropenwaldbesuch in Malaysia) über die Blutegel gelesen. Wie sie sich an den Menschen heranmachen, was die Tropenprofis dagegen an Tricks und Giften einsetzen. Begegnet war ich ihnen nie.

Bislang. Zu Beginn des Trails im Dorrigo NP warnte schon ein Schild vor den Tierchen, wies darauf hin, dass entsprechende Angriffe "harmlos" seien und man die Sauger denn wegschnipsen sollte.

Zunächst fanden die kleinen Würmchen, viertel Streichholzdicke und zwei Centimeter lang, an Jutta gefallen. Wegschnipsen war einfacher gesagt als getan, die saugen ganz schön.

Ich super vorsichtig, immer geschaut, ob sich da was die Schuhe hochhangelt, schaute dann nach Ende der Wanderung noch einmal nach, zog die Hosenbeine hoch und Jutta entfuhr ein spitzer Schrei:


Ganz schön aufnahmefähig, die kleinen Dinger. Einen sieht man hier, zwei weitere hatten sich an mir bedient, auch Jutta blieb nicht unverschont. Übrigens konnte ich selber sehen, wie ich den Dicken loswerde, Jutta war erst einmal paralysiert. Den Dritten hat sich Jutta dann aber vorgenommen.

Wobei sich ein Teil bei Jutta mit einer Saufseite durch das dichte Gewebe der Hose gewuselt hatte und da auch partout nicht mehr raus wollte. Bei mir gings durch den Socken. 

Im Zusammenhang von deren Antigerinnungsäften mit meinen Aspirinmahlzeiten bluteten die Bissstellen noch ein paar Stunden nach. Aber irgendwie soll es ja auch gesund sein - und man hat was zu schreiben.

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