Montag, 30. Dezember 2013

Pioniere

Manchmal stockt mir der Atem, wenn ich daran denke, was Menschen zu leisten in der Lage sind. Da muss man gar nicht an solche Menschen wie Alexander Humboldt denken. Sondern an Typen wie diesen.

In Coromandel town hat sich vor über 40 Jahren ein Töpfer angesiedelt. Niemand glaubte, dass er mit diesem Geschäft da überleben kann. Aber, der Tourismus entwickelte sich ja. Er fand die Natur faszinierend, kaufte den Farmern Plantagen ab, renaturierte die Flächen. Mittlerweile hat er mehr als tausend Kauri-Bäume gepflanzt. In ein- bis zweitausend Jahren wird das unbeschreiblicher Urwald sein.




Dann hatte er die Idee, auch um diesen Naturschutz populär zu machen, eine Schmalspurbahnstrecke auf einen Berg zu bauen. Das tat er, größtenteils alleine und per Hand. Nur wenige Spezialabschnitte, z.B. Brücken, bauten Firmen. Die Strecke ist teilweise durch Flaschenwände geschützt. Die Steigungen werden dadurch ermöglicht, das zu scharfe Kurven als Wendepunkte gestaltet sind. Nach 26 Jahren war die Bahn fertig. 



Die Bahn ist eine koreanische Grubenbahn, die entsprechend, selbstverständlich eigenhändig, umgebaut wurde.





Seine Fahrgäste erleben eine Tour durch den Urwald, alles quasi zum Anfassen. Teilweise atemberaubende Blicke auf die Küste. Und zahlen immerhin mit den Fahrkarten seine Kredite ab. 





Am Endpunkt der Stecke, sein "Eiffelturm". 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen